Wie wir an einer spielbaren Stadt arbeiten
Die Methoden von ROOMING INN verbinden Kunst, Architektur, Stadtforschung, Pädagogik, Care-Arbeit, Ökologie und gemeinschaftliche Praxis zu einem interdisziplinären Ansatz für eine spielbare Stadt.
Durch kulturelle Nutzung, Leseförderung, demokratische Bildungsformate, nachhaltige Mobilität und gemeinschaftliches Gärtnern entstehen konsumfreie Räume, in denen Menschen aller Generationen ihre Umgebung aktiv mitgestalten.
Stadt wird dabei als gemeinsamer Lebensraum verstanden, der durch Teilhabe, Wissenstransfer und kollektive Verantwortung lebendig wird.
Spiel
ROOMING INN versteht Spiel als politische Praxis der Raumaneignung und Raumumverteilung.
Spiel im öffentlichen Raum ermöglicht einen Perspektivenwechsel: Straßen, Plätze und Höfe werden nicht nur als Verkehrs- oder Konsumräume verstanden, sondern als Orte der Begegnung, Bewegung und gemeinsamen Nutzung.
Wir setzen uns für eine Stadt ein, in der Spiel sichtbar und selbstverständlich Teil des urbanen Lebens ist – offen, sicher und zugänglich für alle.

Teilhabe
Teilhabe als gemeinsames Gestalten von Stadt und Nachbarschaft. Durch temporäre Begegnungsorte in leerstehenden Räumen oder im öffentlichen Raum schaffen wir niedrigschwellige Kunst- und Kulturangebote für alle Generationen.
In Workshops, gemeinsamen Essen, Hör- und Gestaltungsformaten sammeln wir Ideen und Perspektiven der Bewohner*innen – besonders von Kindern und Jugendlichen – und entwickeln daraus gemeinschaftliche Interventionen im Stadtraum.
So entstehen Orte der Begegnung, Mitbestimmung und gelebten Nachbarschaft.
Leseförderung
Leseförderung als offene, gemeinschaftliche Praxis. Mit dem wandernden Stadtmöbel THEKI – einem experimentellen Bibliotheksformat – bringen wir Bücher, Geschichten und Wissen direkt in die Nachbarschaft.
THEKI versammelt Literatur für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu Themen einer gesunden und gerechten Stadt: ökologisch, feministisch, inklusiv und solidarisch.
Durch kollektive Lektüre, Gespräche und kreative Formate wird Lesen als gemeinsame urbane Praxis erfahrbar – als Raum für Reflexion, Austausch und aktive Mitgestaltung des Zusammenlebens.

Demokratie
Bildung
ROOMING INN versteht Demokratiebildung als praktische Erfahrung von Mitgestaltung, Zuhören und Zusammenarbeit.
Mit Methoden des Demokratie Fitness Trainings stärken wir spielerisch Empathie, Gesprächskultur und demokratische Kompetenzen – bei allen Generationen, besonders aber bei Kindern und Jugendlichen.
Fürsorge
Fürsorge als gemeinsame Verantwortung für Menschen, Räume und Ressourcen. Care zeigt sich bei uns in der Bestandspflege, im Teilen von Wissen, in der gemeinsamen Pflege von Gärten und Räumen der Begegnung sowie in alltäglichen Gesten des Miteinanders.
Durch kollektive Fürsorgeverantwortung entstehen nachhaltige Strukturen, in denen Nachbarschaft, Umwelt und gemeinschaftlich genutzte Räume langfristig erhalten und gemeinsam weiterentwickelt werden.


Mobilität
ROOMING INN setzt sich für eine Mobilitätswende ein, die Sorgearbeit sichtbar macht, Teilhabe stärkt und den öffentlichen Raum gerechter verteilt. Als Teil des Netzwerks Tandem – Women in Cycling ermutigen wir in speziellen Trainings, Frauen und Mädchen, sich die Stadt auf dem Fahrrad anzueignen, und fordern sichere Straßen, auf denen Kinder selbstständig unterwegs sein können. Unser Living Lab ist zudem Teil von Welcome to My Garden, einem Netzwerk, das Gastfreundschaft, langsames Reisen und solidarische Formen der Mobilität fördert. Wir verstehen Mobilität als gesellschaftliche Frage: Eine lebenswerte Stadt entsteht dort, wo Menschen sich sicher, selbstbestimmt und miteinander verbunden bewegen können.
Essbarer Garten
Der Gemeinschaftsgarten des Living Labs ist ein Ort gelebter Care-Praxis, gemeinschaftlicher Verantwortung und urbaner Transformation. Unser Ziel ist es, mindestens 50 % der Gartenfläche als essbaren Permakultur-Food-Forest zu gestalten. Der Garten stärkt lokale Versorgung, Biodiversität und Klimaanpassung und schafft Räume für Begegnung, Austausch und gemeinsames Lernen. Wir verstehen ihn als Beitrag zu einer sorgenden Stadt, in der gemeinschaftlich getragene Grünräume Nachbarschaften verbinden und neue Formen des Zusammenlebens erproben.










